Ehrenpreis Medien

Aus dem Beteiligungsreport: Den Ehrenpreis für Journalisten darf dieses Jahr Alexander Heintze entgegennehmen. Dieser zeichnet seit Jahren für fundierte Berichterstattung über Immobilien und Sachwerte verantwortlich. Neben freiberuflichen Arbeiten für die ehemalige Financial Times Deutschland, Welt etc. ist Alexander Heintze derzeit auch für die Immobilien Zeitung tätig.

Die IZ hat das übrigens auch schon gemeldet: www.immobilien-zeitung.de

Crowdinvesting: Wenn aus Fans Investoren werden

Crowdinvesting ist für junge Unternehmen zu einer echten Finanzierungsalternative geworden. Aber was taugt die Investorensuche via Internet für Privatanleger?

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Der Maklerstreik diese Woche fällt aus. Die irrwitzige Idee, dass selbstständige Makler die Arbeit niederlegen sollen, hat nicht genügend Anhänger gefunden.

Der bisher politisch nicht sonderlich in Erscheinung getretene Bundesverband für die Immobilienwirtschaft (BVFI) hatte den versuch unternommen, die Immobilienmakler zum Ausstand aufrufen. So sollen sie gegen das Bestellerprinzip protestieren. Es hätte ohnehin niemand mitbekommen. Wie dem Maklerverband geht es vielen Berufsgruppen in Deutschland. So hatte auch der Verband der Physiotherapeuten seine Mitglieder zum Streik aufgerufen. Die Praxen sollen geschlossen bleiben, die Patienten unbehandelt.

Beide Streiks haben eines gemeinsam: Sie interessieren niemanden und haben somit keine Wirkung.

Wenn ein Makler mal einen Tag nicht arbeitet, werden die Wohnungsinteressenten entweder einen Tag warten oder sich selber weiter auf die Suche machen. Zumeist ist der Wunsch nach einer neuen Wohnung oder einem Haus nicht an einen sofortigen Vollzug gebunden. Anders als bei einer Reise per Bahn oder Flugzeug, die meist täglich oder an einem bestimmten Tag stattfinden muss.

Genauso ergeht es den Krankengymnasten. Ihr Streikaufruf ist gerechtfertigt. Die Arbeitsbedingungen der freien wie angestellten Krankengymnasten sind mieserabel. In den von den Krankenkassen vorgegebenen Zeiten ist eine wirkungsvolle Behandlung nicht möglich. Die Einstiegsgehälter sind niedrig. Fortbildungen so teuer, dass die zusätzlichen Abrechnungssätze diese teilweise erst nach Jahrzehnten rentabel machen.

Krankengymnasten und Praxen können ihr Einkommen auch nicht durch Qualität steigern, sondern nur durch mehr Behandlungen und Selbstausbeutung.

Wenn Ärzte, Piloten oder Lokführer streiken steht alles still und die Politik Gewehr bei Fuß. Oftmals bekommen sie ihre Forderungen durch. Zumindest war das in der Vergangenheit so. Doch es gibt viele Berufsgruppen, bei denen ist ein Streik sinnlos, weil er nicht wahrgenommen wird. Ihnen bleibt nichts übrig als die Verhältnisse hinzunehmen. Für ihre Sorgen und Note interessiert sich keiner.

So leid es mir um die festangestellten Kollegen tut. Gruner & Jahr geht mit dem Abbau der schreibenden Redakteure einen logischen Schritt. Seit Jahren sehe ich in diesem Modell die Zukunft in den Verlagen. Vor allem Fachredaktionen können und werden sich zukünftig festangestellte Redakteure weitgehend sparen. Der Kostendruck und das sinkende Anzeigenvolumen werden sie zu diesem Schritt zwingen. An die Stelle der schreibenden Redakteure werden Redaktionsmanager treten, die Hefte und Themen planen, freie Journalisten beauftragen und koordinieren und die Qualität der Texte einschätzen können.

Im Gespräch mit Chefredakteuren und Verlegern höre ich an dieser Stelle immer das Argument der Qualität, die man nur mit festangestellten Journalisten im Hause sicherstellen könnte. Das stimmt nicht. Auch freie Journalisten liefern Qualität und die die im Zweifel sogar höher. Denn im Gegensatz zu einem langjährigen festangstellten Mitarbeiter können die Verleger einen Freien, der die gewünschte Qualität nicht mehr liefert, sehr einfach austauschen. Ein Anruf genügt. Darum werden sich die freien Zulieferer bemühen, überdurchschnittliche Qualität zu liefern.

Klar, als freier Journalist hoffe ich natürlich von dieser Entwicklung zu profitieren. Nicht gerade bei Brigitte und Geo. Diese stehen nicht auf meiner Kundenliste – falsches Fachgebiet. Das Modell wird auch nicht überall funktionieren. Medien, bei denen investigativ recherchiert werden und schnell auf aktuelle Ereignisse reagiert werden muss, kommen an eigenen Leuten nicht vorbei. Kaum ein Freier kann es sich heute leisten, drei Wochen investigativ tätig zu sein, wenn am Ende ein 200-Zeilen-Beitrag für 150 Euro herausspringt.

Allerding bietet die Entwicklung durchaus Anlass zur Sorge. Die Zahl der freien Journalisten wird durch die Entlassungen steigen. Dabei kommen sehr gute Kollegen auf den Markt. Erfahrungsgemäß führt die wachsende Konkurrenz bei Journalisten zu einem unsinnigen Preisdumping.

Auch werden die Verlage die eingesparten Kosten wohl kaum durch steigende Budgets für Freie mindern wollen. Im Gegenteil. Der Honorardruck auf die Freien wird zunehmen. Doch auch die Macht der Freien steigt. Streiks können in Zukunft dazu führen, dass bei den Verlagen, die ihre Redaktionen abgeaut haben, keine Zeitungen erscheinen. Dazu aber müssten sich die Freien einig sein. Das habe ich leider in der Vergangenheit nicht feststellen können. Es gibt immer einen, der aus der eigenen finanziellen Not heraus jeden Job zu jedem Preis annehmen muss.

Logistik – Berufskraftfahrer müssen regelmäßig Weiterbildungen absolvieren. Um Zeit zu sparen, können Simulatoren hilfreich sein.
in. Verkehrsrundschau 39-2014

Viele Menschen wünschen sich Urlaubsimmobilie. Doch als Geldanlage taugt diese Investition kaum.

Bestellerprinzip & Co.: Jetzt wäre es Zeit für Lobbyisten, doch noch Veränderungen durchzusetzen. Aber seit die FDP in der Versenkung verschwunden ist, hat der IVD seinen wichtigsten politischen Ansprechpartner verloren. Die Maklerschaft ist unzufrieden.

 

 

 

 

 

 

 

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Das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) soll den Versicherern helfen, trotz der niedrigen Zinsen ihre Garantieversprechen zu erfüllen. Dazu dürfen die Firmen ab sofort einen Teil der sogenannten Bewertungsreserven kürzen oder ganz streichen. Solche Reserven entstehen, wenn die Versicherung festverzinsliche Wertpapiere wie Staatsanleihen kauft und diese über die Jahre an Wert gewinnen. Die Differenz zwischen dem Kaufwert und dem aktuellen Wert ist die stille Reserve. Bisher mussten die Versicherungen die Hälfte dieser Buchgewinne den Kunden gutschreiben. Jetzt kann die Gesetzesänderung Versicherten viel Geld kosten.

 

 

Seit Kurzem ist das Reformgesetz für Lebensversicherungen in Kraft. Das kann Anleger einiges an Geld kosten.

 

Mit der Reform verschwindet für Tausende Versicherte ein Teil der sicher geglaubten Altersvorsorge.

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